Innovation
Die Wege aus der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise führen gerade für Deutschland als Exportnation nur über eine neue starke Innovationspolitik. Eine Innovationspolitik, die sich nicht in Einzellösungen verliert, sondern die von einem ganzheitlichen Ansatz geprägt ist. Eine Innovationspolitik, die mit dem Vertrauen in die Zukunft einer hochinnovativen Wirtschaft mit neuen hochwertigen Arbeitsplätzen Deutschlands Chancen nutzt und in einem wettbewerbsfähigen, dynamischen und wissensbasierten Europa eine Führungsposition sichert. Nur mit der Bereitschaft zu einer solch ganzheitlichen Innovationspolitik wird aus der Krise eine Chance.
Eine neue Innovationspolitik muss von Impulsen geprägt sein, die Eigeninitiative den Vorrang gegenüber staatlicher Planung einräumen. Die aber auch Chancen statt Ängste sehen, die Misstrauen durch Vertrauen ersetzen und die Innovation, Bildung, Forschung und Wissenschaft wieder Vorfahrt einräumen. Nicht zuletzt deshalb haben erst jüngst 35 bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft den Innovationsappell der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft unterzeichnet.
Das größere Risiko liegt heute nicht darin, das Bestehende zu verändern, sondern darin, es nicht zu tun. Es gibt keine Zukunft ohne die Bereitschaft zur Veränderung. Veränderung heißt Risiko. Wer alle Risiken ausschließen will, zerstört auch alle Chancen. Das ist die größte aller Gefahren. Liberale bejahen den Fortschritt durch Vernunft. Eine Gesellschaft ohne Wagnis verliert die Fähigkeit, sich selbst zu korrigieren und neue Wege zu gehen.
Gegen alle Zukunftsangst setzen Liberale die Zuversicht, durch Wandel neue Möglichkeiten zu eröffnen. Gegen die rückwärtsgewandte Nostalgie der Modernisierungsverweigerer setzen Liberale auf die Chancen des Fortschritts. Gegen die Sehnsucht nach der einfachen, überschaubaren Gesellschaft in einer immer komplexeren Wirklichkeit setzen Liberale auf die Vielfalt der Chancen und Lebensstile. Denn Freiheit ist Fortschritt.
Datei: Bundestagswahlprogramm 2009, Wiesbadener Grundsätze, Präsidiumsbeschluss vom 17.08.2009




